Budo Kyokai Graal-Müritz e.V.

Einsteiger

Für wen eignet sich Karatedō?

Karatedō kann von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen beiderlei Geschlechts praktiziert werden. Das Mindestalter, ab dem ein Einstieg ins Karatedō-Training sinnvoll erscheint, ist von Kind zu Kind unterschiedlich, beträgt aber i.d.R. 6 Jahre. Hingegen gibt es keine obere Grenze für das Alter, ab dem man mit dem Karatedō beginnen kann. Diese Tatsache sehen wir durch das Einstiegsalter vieler Erwachsener bestätigt, das bei vielen Erwachsenen zwischen 30 und 50 liegt. Trotz der teilweise großen Altersunterschiede in der Erwachsenengruppe trainieren alle Karatekas problemlos mit- und nebeneinander. Das Training der Kinder wird durch die Möglichkeit ergänzt, dass Eltern bei Interesse direkt am Training teilhaben können.


Weshalb soll ich Karatedō erlernen?

In Kurzform: Es macht Spaß, hält gesund und förderlich zur Charakterentwicklung. Nicht umsonst lautet der Leitspruch des Karatedō: „Oberstes Ziel in der Kunst des Karate ist weder Sieg noch Niederlage, sondern liegt in der Vervollkommnung des Charakters des Ausübenden.“ Dass Karatedō der Gesundheit zuträglich ist, hat auch die WHO erkannt und Karatedō als Gesundheitssport anerkannt, denn im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten wird beim Karatedō der ganze Körper genutzt, weshalb der Karateka an seiner Koordination und Körperbeherrschung arbeitet. Beim Praktizieren sind Konzentration und Achtsamkeit von besonderer Bedeutung. Ohne Konzentration ist weder das Erlernen noch das korrekte Ausführen von Techniken möglich. Deshalb sind Konzentration und Achtsamkeit auch notwendig, um im Partnertraining Verletzungen zu vermeiden. Diese beiden Fertigkeiten werden durch das Training geschult und sind auch außerhalb des Dojos hilfreich.

Im Kindertraining achten wir besonders auf die charakterliche Entwicklung, indem wir ihnen Werte wie Friedfertigkeit, Toleranz, Selbstdisziplin, Respekt, Höflichkeit, Entschlossenheit und Bescheidenheit vermitteln. Dies wird uns durch die Besonderheiten des Karatedō-Trainings ermöglicht, da hier jeder gemäß seiner Fähigkeiten an sich arbeiten kann, aber auch gemeinschaftlich mit den anderen Karatekas trainiert. Diese besondere Atmosphäre hilft außerdem Selbstvertrauen und Selbstachtung aufzubauen und zu bewahren. Natürlich gilt diese charakterliche Entwicklung nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene, obwohl bei den Erwachsenen meist Fitness- und Gesundheitsaspekte im Vordergrund stehen. Besonders für Menschen, die lange Zeit keinen Sport getrieben haben, kann Karatedō hilfreich sein, da hierbei nicht nur Beweglichkeit und Kraft, sondern auch eine gesunde Körperhaltung eingeübt wird. Auch als Ausgleichssport zum stressigen Berufsalltag eignet sich Karatedō hervorragend.

Selbstverteidigung ist ein Begriff, der häufig im Zusammenhang mit Kampfkünsten genannt wird. Neben dem Erlernen von effektiven Techniken, die der Selbstverteidigung dienen können, ist es noch wichtiger die im Training erlernte Achtsamkeit auch außerhalb des Dojos anzuwenden, um solche Situationen von vornherein zu vermeiden. Auch Selbstvertrauen, Körperhaltung und Friedfertigkeit tragen zur Konfliktvermeidung bei. Ist ein Kampf jedoch unvermeidlich, so soll der Karateka mit aller Entschlossenheit versuchen, den Kampf mit einer gezielten Technik zu beenden. Um dieses Ideal zu erreichen, ist langes und intensives Training notwendig, weshalb Karatedō nicht mit Selbstverteidigungskursen gleichzusetzen ist.


Wer wird mich was lehren?

Das Training wird von einem Dan-Träger und weiteren assistierenden erfahrenen Karatekas geleitet, weitere Informationen zu unseren Trainern finden Sie in der gleichnamigen Rubrik. Mehr zur Gestaltung des Karatedōunterrichts finden Sie im Trainingsprogramm.


In welcher Trainingsgruppe soll ich starten?

Bei den Trainingszeiten gibt es vier verschiedene Zielgruppen:

  • Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren.
  • Jugendliche im Alter von 13 bis 21 Jahren.
  • Erwachsene über 21 Jahren.
  • Als Familie können Eltern gemeinsam mit ihren Kindern zu trainieren.

Am besten für den Einstieg eignen sich die Trainingszeiten der jeweiligen Zielgruppe, wobei ein Wechsel in eine andere Gruppe jederzeit möglich ist. Bei terminlichen Problemen ist es natürlich auch möglich, in einer Gruppe zu trainieren, die nicht explizit für die jeweilige Zielgruppe ausgeschrieben ist.


Was für eine Trainingsausrüstung benötige ich?

Da das Training barfuß stattfindet, wird anfangs lediglich leichte und bequeme Kleidung benötigt. Hat man Gefallen am Karatedō gefunden, empfiehlt sich der Kauf eines Karate-Gis, der über den Verein abgewickelt werden kann.


Wie kann ich meinen Fortschritt messen?

Im Karatedō wird der Fortschritt anhand der Farbe des Gürtels gemessen, den man durch eine Prüfung erlangt. Die Reihenfolge der Schülergrade und der zugehörigen Farben lässt sich mit dem Wachstum eines Baums vergleichen:

  • Weiß (9. Kyu): Auf der Landschaft liegt Schnee.
  • Gelb (8. Kyu): Die Sonnenstrahlen lassen den Schnee schmelzen.
  • Orange (7. Kyu): Der fruchtbare Boden leuchtet in der Morgensonne.
  • Grün (6. Kyu): Eine Pflanze wächst aus dem Boden.
  • Blau/Violett (5./4. Kyu): Die Baumkrone reicht bis in den Himmel.
  • Braun (3./2./1. Kyu): Der Baum bekommt eine feste Borke.

Die Farbe Schwarz ist den zehn Meistergraden vorbehalten.


Kann oder muss ich auch an Wettkämpfen teilnehmen?

Jedes Mitglied kann bei Interesse an Wettkämpfen teilnehmen, aber die Teilnahme an solchen Veranstaltungen ist keine Pflicht.

Informationen

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